Angaben aus der Verlagsmeldung

Orte der Verunsicherung : Selbstverständnis und Weiterbildung in der Gedenkstättenpädagogik / von Monique Eckmann, Christian Geißler, Uta George, Verena Haug, Wolf Kaiser, Imke Scheurich, Helmut Wretzel, Oliver von Wrochem


Auch 65 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus ist die Gedenkstättenpädagogik ein junges Arbeitsfeld. Bisher stand zumeist die historische Kenntnisvermittlung zu den Orten im Vordergrund, während die vielfältigen pädagogischen und psychologischen Fragen, die MitarbeiterInnen an Gedenkstätten bei ihrer Arbeit zu berücksichtigen haben, bisher nicht zusammengefasst worden sind.

Seit 2007 findet das Bundesmodellprojekt »Gedenkstättenpädagogik und Gegenwartsbezug« in 12 KZ- und Euthanasiegedenkstätten aus Deutschland, Österreich und Polen statt. In diesem Rahmen haben PädagogInnen aus den Gedenkstätten ein Berufsbild Gedenkstättenpädagogik entwickelt, das helfen soll, für die Arbeit in Gedenkstätten zu qualifizieren.
Der Praxisteil dient mit Übungen für die Weiterbildung von Mitarbeitern zur Selbstreflexion. Im Zentrum stehen dabei Fragen des eigenen Selbstverständnisses, des Umgangs mit Teilnehmenden und Gruppen sowie die Reflexion von Vermittlungsmedien.

Die Herausgeber:
Barbara Thimm, Kulturpädagogin, seit 15 Jahren in der historisch-politischen Bildung und Gedenkstättenpädagogik tätig. Seit 2007 Projektleitung Bundesmodellprojekt »Gedenkstättenpädagogik und Gegenwartsbezug«. Supervisorin in Ausbildung.
Gottfired Kößler, stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts und Mitarbeiter im Pädagogischen Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main.
Susanne Ulrich, Leiterin der Akademie Führung und Kompetenz am Centrum für angewandte Politikforschung, Universität München.