Angaben aus der Verlagsmeldung

Das schönste Museum der Welt : Essays zur Geschichte des Museum Folkwang


»Das schönste Museum der Welt« – so nannte Paul J. Sachs, Mitbegründer des MoMA, das Museum Folkwang bei einem Besuch in Essen im Jahr 1932. Das 1902 von Karl Ernst Osthaus in Hagen gegründete Museum hatte zu diesem Zeitpunkt mit seiner Sammlung moderner und außereuropäischer Kunst Weltruf erlangt. Wenig später wurde es zur Zielscheibe nationalsozialistischer Hetzkampagnen und der damalige Direktor Ernst Gosebruch war 1933 gezwungen, sein Amt niederzulegen. Mehr als 1400 Werke – von Kandinsky und Matisse, Kirchner und Marc, Munch und Beckmann – wurden als »entartet« gebrandmarkt und konfisziert.

Die Ausstellung Das schönste Museum der Welt rekonstruiert erstmals die Sammlung vor ihrer Zerschlagung. Dazu erscheinen ein Katalog und ein Essayband:
– Der umfassend illustrierte Katalog gibt einen Überblick über die Sammlungskriterien und Bestände bis 1933. Er beleuchtet Osthaus’ und Gosebruchs Verständnis vom Auftrag eines Museums, das die Moderne mit alter und außereuropäischer Kunst unter einem Dach vereinte.
– Der Essayband bietet nicht nur darüber hinausgehende Lektüre zur Geschichte des Museum Folkwang, sondern auch Einblicke in die gesellschaftliche und historische Situation, in der das Museum entstanden ist und aus der es seine Konzeption und Bedeutung entwickelt hat.

Ausstellung im Museum Folkwang, Essen: 20. März bis 25. Juli 2010.