Angaben aus der Verlagsmeldung

Neue Monster : Postmoderne Horrortexte und ihre Autorinnen / von Juliane Miess


Zwei Auffassungen zum Horrorgenre sind in den Literatur-und Medienwissenschaften fest etabliert: Monstergestalten sind entweder männlich oder, wenn weiblich, paranoische Konstruktionen männlicher Fantasie. Die Autorin stellt eine Wiederkehr des Horrorgenres und eine Medien übergeifende Zunahme weiblicher Autorschaft fest. Vom Werk Jelineks bis zur Bühnenshow von Heavy-Metal-Musikerinnen zeigt sie, wie mit der Monsterheldin eine neue positive Fantasie des Monströsen zum Ausdruck weiblicher »agency« wird. Sie stellen die eindeutige Geschlechterzugehörigkeit in Frage, indem sie aggressiv und identitätsstiftend, hässlich und verheißungsvoll, gepanzert oder unbewaffnet sowie weiblich konnotiert zugleich sind.