Angaben aus der Verlagsmeldung

Briefe aus der Ferne : Anforderungen an ein linkes feministisches Projekt heute


Der Dreh- und Angelpunkt dieses Buches ist eine internationale Umfrage. Dabei handelte es sich zunächst um kritische Begleitung der Programmarbeit der Partei Die LINKE mit dem Ziel, feministische Inhalte und Maximen ins Parteiprogramm einzuschreiben. Aber wie fordert man feministische Politik in einem Land, wo die Linke zerstritten ist, wo Feminismus für viele als Schimpfwort oder altmodisch anmutet, wo andere aus feministischer Erfahrung die Parteiform ablehnen, während die mehr oder minder etablierten Gender Studies sich aus der Politik möglichst heraushalten? Da es nun darum ging, eingreifende feministische Politik überhaupt zu denken und zu formulieren, wandte sich die Herausgeberin Frigga Haug suchend und fragend an Feministinnen in aller Welt. Diese Einladung zur Mitarbeit erhielt ein unvorhersehbar starkes Echo, erneuerte feministische Politisierung und erzeugte frische Energien: 55 Feministinnen aus 5 Kontinenten meldeten sich zu Wort, um zum politischen Projekt beizutragen oder ihm Fragen, Themen, Wünsche und Gedanken mit auf den Weg zu geben. Die vielen Briefe aus der Ferne zeigen, wie nah das Ferne ist, wie global diese Welt auch den Feminismus gemacht hat. Und sie zeigen, dass Feminismus selbst ein Ziel ist und von denen gemacht wird, die sich verantwortlich fühlen.