Angaben aus der Verlagsmeldung

Das Deutsche Museum im Nationalsozialismus : Eine Bestandsaufnahme


Im März 1933 trat der Gründer des Deutschen Museums in München, Oskar von Miller, von seiner Leitungsfunktion zurück. Sein Nachfolger, der Verleger Hugo Bruckmann, war ein früher Förderer der NSDAP. Spätestens seit 1937, als zwei weitere Parteimitglieder in den Museumsvorstand berufen wurden, war dieses Leitungsgremium von Parteimitgliedern dominiert.
Geldgeber aus Politik, Industrie und Wirtschaft unterstützten nach 1933 vor allem den Ausbau von Abteilungen, die sich NS-nahen Themen widmeten, etwa die neue Kraftfahrzeug-Abteilung oder die »Reichsautobahn-Schau«. Im Kongresssaal fanden Parteiveranstaltungen statt, im Bibliotheksgebäude wurden extern organisierte Propagandaausstellungen wie die »Große Antibolschewistische Schau« (1936) oder »Der ewige Jude« (1937) gezeigt.
Museumskuratoren und renommierte Historiker porträtieren die Entscheidungsträger in der Führungsebene des Museums und analysieren einzelne Ausstellungen.