Angaben aus der Verlagsmeldung

Seitenblicke : Orte und Landschaften im Vorbeigehen


»Seitenblick, der = kurzzeitige Abweichungen von der Hauptblickrichtung, zumeist um den (räumlichen) Kontext im Auge zu behalten, aber auch absichtslos, schweifend; übertragen: von der Hauptsache absehend, weitere Gesichtspunkte in Betracht ziehend, Grenzen überwindend: ›Einen Seitenblick wagen‹«.

So könnte ein Eintrag im Wörterbuch lauten. Und mit ihm würden die vielen Arten von »Seitenblicken«, die wir kennen, in komprimierter Form zusammengefasst: Von der Arbeit auf- und aus dem Fenster schauen, im Zug ein Gespräch führen und nebenher die Landschaft vorbei gleiten sehen, die Straße überquerend mit einem schnellen Seitenblick das herannahende Auto erkennen, sich aus den Augenwinkeln vergewissern, wer da gerade den Raum betreten hat … und so weiter und so fort. Seitenblicke können also der Orientierung dienen, der Zerstreuung, der Ablenkung, dem Vergnügen.

Im vorliegenden Buch geht es zunächst und vor allem um das Vergnügen (am Bildermachen, am Festhalten von Augenblicken) und um Ablenkung (von Aufgaben und Zielen, die eigentlich im Mittelpunkt stehen sollten). So entstanden diese Bilder – auf beruflichen oder privaten Reisen, die andere Ziele verfolgten und anderen Zwecken dienten, nebenher, im Vorübergehen.

Die »Seitenblicke« sollen ohne viel Worte auskommen. Daher beschränken sich die Angaben zu den Fotos zumeist auf kurze Titel- oder Kontextangaben. Allerdings wollten die meisten Betrachterinnen und Betrachter von Arbeitsfassungen dieses Buches mehr über den Hintergrund der Bilder in Erfahrung bringen. Um dem gerecht zu werden, finden sich einige zusätzliche Erläuterungen am Schluss des Buches.