Angaben aus der Verlagsmeldung

Raus aus der Krise! : Mitbestimmung neu denken: Handlungsoptionen für betriebliche und gewerkschaftliche Interessenvertretungen


Lässt die Krise überhaupt noch Spielräume, um Handlungsoptionen für BetriebsrätInnen zu erörtern und sogar zu erweitern? Die Antwort lautet: Ja – aber nur mitbestimmt!
Eigentlich sind sich (fast) alle einig: Das bundesrepublikanische System der Mitbestimmung schwächt nicht notwendigerweise die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, es fördert ein langfristiges strategisches und an den gemeinsamen Interessen von Beschäftigten und Unternehmen ausgerichtetes Denken der Wirtschaftsakteure, und es stellt ein nicht zu unterschätzendes Element einer demokratischen Wirtschafts- und Gesellschaftsverfassung dar.

Die gegenwärtigen strukturellen Veränderungen in Deutschland, Europa und in der Welt stellen allerdings die Frage nach der Zukunft der Mitbestimmung und der Arbeitnehmerpartizipation insgesamt immer wieder auf die Tagesordnung. Vor dem Hintergrund der mitunter kontrovers ausgefochtenen Auseinandersetzung ist es ein Anliegen dieses Buches, zur Versachlichung der Diskussion beizutragen.

Zusammenhänge zwischen der Finanzkrise und der Krise der realen Wirtschaft werden betrachtet. Zudem werden rechtliche Aspekte von Mitbestimmung und Interessenvertretung in Unternehmenskrisen erörtert. Insbesondere wird gefragt, welche Konsequenzen aus der Krise der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer gezogen werden müssen. Nicht zuletzt werden die Frage von Solidarität und Konkurrenz in wirtschaftlichen Krisen sowie Perspektiven und Grenzen einer solidarischen Interessenvertretung diskutiert.

Mit Beiträgen von Heiner Flassbeck, Wolfgang Däubler, Heinz-J. Bontrup, Ludger Pries, Arno Prangenberg, Peter Brückner-Bozetti, Rüdiger Raschinsky, Maria Hackmann, Veronika Dehnen, Manfred Wannöffel, Ralf Kronig, Monika Schwarz, Martina Perreng, Isabel Eder.