Angaben aus der Verlagsmeldung

"Poesie, die sich selbst spiegelt, und nicht Gott" : Reflexionen der Sinnkrise in Erzählungen E.T.A. Hoffmanns / von Achim Küpper


Mit dem Verlust eines geistigen und religiösen Zentrums geht in letzter Konsequenz die Selbstbezüglichkeit der Kunst einher. Dies stellt Achim Küpper anhand des literarischen Werkes von E.T.A. Hoffmann dar. Mit großer Detailgenauigkeit analysiert er die beiden Erzählungen "Das Fräulein von Scuderi" und "Doge und Dogaresse" und liefert so in der Diskussion um die ‚Modernität‘ des Autors eine bislang unbekannte Fülle an Belegen. Die Studie deckt ein umfassendes Gesamtsystem von literarischen und außerliterarischen Verweisen auf und macht immanente Bezugnahmen auf andere Werke als verborgene Wege der Selbstreflexion in Hoffmanns Texten sichtbar. Achim Küpper stößt dabei auf Widersprüche, weist Bruchstellen im Inneren der Texte nach, die gerade jenen Ort bezeichnen, wo „nicht Gott“ ist, und die auch vor dem Hintergrund der Zeit um 1800, ihrer Umbrüchen und Erschütterungen gelesen werden, ohne sie allerdings auf diesen einen historischen Ursprung zu fixieren. Auf diese Weise beschreibt die vorliegende Studie an Hoffmanns Werk zum ersten Mal das Erscheinen einer „Poesie, die sich selbst spiegelt, und nicht Gott“.