Angaben aus der Verlagsmeldung

Schicksallosigkeit : Ein Imre-Kertész-Wörterbuch / von László F. Földényi


Imre Kertész ist längst zu einem Klassiker der europäischen Literatur nach 1945 geworden. In seinen Romanen, Essays und Tagebüchern beschäftigt sich der Literaturnobelpreisträger auf ungewöhnliche und bisweilen provozierende Weise mit der conditio humana nach Auschwitz. Wird Kertész’ Werk auch zumeist autobiographisch gelesen, so dient ihm das eigene Leben doch eher als Nährboden, auf dem er seinen facettenreichen poetischen Kosmos entfaltet. So baut er „mit jedem neuen Text ein weiteres Labyrinth aus Selbstverweisen, intertextuellen Anspielungen und Fiktion auf“(taz).



Mit dem Kertész-Wörterbuch liegt erstmals ein Hilfsmittel vor, das die komplexen Zusammenhänge in seinem Œuvre erhellt und Orientierung bietet. Alphabetisch geordnet und durch Querverweise verbunden, stellen die über 100 Einträge charakteristische, interessante oder merkwürdige Begriffe vor, die bei Kertész immer wieder auftauchen. Von A wie „Anführungszeichen“ und F wie „Fußballplatz“ über G wie „Glück“ und N wie „Natürlich“ bis hin zu S wie „Schicksal“ oder auch „Stinkbombe“ und W wie „Wolkengrab“. Jeder einzelne dieser Artikel, die der ungarische Literaturwissenschaftler László Földényi verfasst hat, ist ein brillianter Essay – und regt dazu an, sich wieder in Kertész’ Bücher zu vertiefen.