Angaben aus der Verlagsmeldung

Fluchtpunkt Karibik : Jüdische Emigranten in der Dominikanischen Republik / von Hans-Ulrich Dillmann, Susanne Heim


Sosúa ist gegenwärtig ein beliebtes Ferienparadies in der Dominikanischen Republik – auch für deutsche Karibikurlauber. Vor 70 Jahren, zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, war die heutige Kleinstadt im Norden der Insel Hispaniola einer der wenigen »sicheren Häfen« für Juden. Während nahezu alle Länder ihre Grenzen gegenüber den Flüchtlingen aus Nazi-Deutschland verschlossen, sollte ausgerechnet in dem diktatorisch regierten Inselstaat ein landwirtschaftliches Vorzeigeprojekt nach dem Muster jüdischer Kibbuzim entstehen. Deutsche und österreichische Juden führten in den 40er Jahren auf der Karibikinsel die Milchwirtschaft ein, gründeten Agrarkooperativen, Lebensmittelläden, einen Sportclub, eine Synagoge und ein Krankenhaus. Einige der Siedler der ersten Stunde leben bis heute in der Stadt, die als die Wiege des dominikanischen Tourismus gilt. Hans-Ulrich Dillmann und Susanne Heim schildern die Geschichte des Siedlungsprojekts und die Lebenswege der »Colonos« genannten Siedler, in denen sich auch ein Stück Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts spiegelt.