Angaben aus der Verlagsmeldung

Fürsten ohne Land : Höfische Pracht in den sächsischen Sekundogenituren Weißenfels, Merseburg und Zeitz


Der Band vereint Beiträge einer 2007 organisierten Tagung sowie einer sich anschließenden Vortragsreihe. Anlass war die 300jährige Wiederkehr des »Freundbrüderlichen Hauptvergleichs« zwischen den vier Söhnen Kurfürst Johann Georgs I. von Sachsen, in dessen Folge 1657 die sächsisch-albertinischen Sekundogeniturfürstentümer Weißenfels, Merseburg und Zeitz eingerichtet wurden. Die Autoren beleuchten die Mittel und Wege, derer sich die Herzöge beim Ausbau ihrer eingeschränkten Herrschaft bedienten, Fragen nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden, zeigen mögliche Vorbilder auf und stellen regionale und überregionale Auswirkungen heraus. In der historischen und kunsthistorischen Forschung der letzten Jahrzehnte wurden unter den ostdeutschen Territorialgewalten die zahlreichen kleinen und mittleren Residenzen zwischen Harz, Thüringer Wald und Erzgebirge kaum beachtet. Weil die Sekundogenituren Weißenfels, Merseburg und Zeitz nach nur neunzig Jahren ausstarben und wegen ihrer territorialen Randlage im Ergebnis des Wiener Kongresses gerieten sie lange in Vergessenheit. Der Band zeigt, zu welcher künstlerisch-kulturellen Blüte die drei Hofhaltungen in ihrer Zeit gelangten und wie sie noch heute das Erscheinungsbild der Region zwischen Saale, Unstrut und Elster mitbestimmen.