Angaben aus der Verlagsmeldung

Die eiserne Mauer : Palästinenser und Israelis in einem zerrissenen Land / von Heiko Flottau


Im Jahr 2002 begann die israelische Regierung unter Ariel Scharon mit dem Bau einer gigantischen Sperranlage an der Grenze zu Palästina. 750 Kilometer lang und streckenweise mit einer bis zu acht Meter hohen Mauer aus Stahlbeton versehen, soll sie die Bewohner Israels besser vor palästinensischen Terroranschlägen schützen. Das Bauprojekt löste von Anfang an internationale Proteste aus, nicht zuletzt weil Teile der Mauer auf paläs-tinensischem Gebiet errichtet wurden. Und auch in Israel selbst ist die betonierte Grenzziehung umstritten.Heiko Flottau informiert über die geschichtlichen Hintergründe des Mauerbaus in Israel: von der bereits 1923 erhobenen Forderung des zionistischen Aktivisten Wladimir Jabotinsky, eine »eiserne Mauer« zwischen Arabern und Juden zu errichten, über den palästinensischen Widerstand gegen die jüdische Einwanderung und die 1967 entstandene neue Siedlerbewegung bis hin zu den aktuellen Konflikten um eine Zweistaatenlösung. Und er schildert auf der Grundlage zahlreicher Interviews und Reportagen, wie die Menschen auf beiden Seiten dieser monumentalen Mauer heute in diesem zerrissenen Land leben.

Eindrucksvolle Studie über einen der kompliziertesten Krisenherde weltweit; verständliche Zusammenfassung des Konfliktes zwischen Israelis und Palästinensern; große Medienaufmerksamkeit auch wegen des 20. Jahrestages des Mauerfalls (2009) in Deutschland.