Angaben aus der Verlagsmeldung

Frauen in den deutschen Kolonien


Kolonialismus erscheint in den meisten Darstellungen bis heute als eine männliche Domäne. Frauen tauchen selten auf, werden höchstens am Rande erwähnt. Und doch waren sie in den kolonialen Unternehmungen des Deutschen Reiches stets präsent und trugen den deutschen Kolonialismus von Beginn an mit. Verlässlich unterstützten sie ihre Ehemänner, die als Kolonialbeamte und Missionare tätig waren, wirkten in Kolonialvereinen bei der Verankerung der kolonialen Idee in der Heimat mit oder lebten selbst, ebenso wie die einhei-mischen Frauen, in kolonialen Herrschaftsräumen als Opfer oder Täterinnen. Der vorliegende Band gibt erstmals einen systematischen Überblick über die verschiedenen Rollen und Funktionen, die sowohl einheimische als auch weiße Frauen innerhalb der deutschen Kolonien einnahmen. Anschaulich verbinden die Autorinnen und Autoren bisher nur verstreut zugängliches empirisches Material mit einer geschlechterspezifischen kolonialhistorischen Analyse. Entstanden ist so ein Buch, das in Deutschland seinesgleichen sucht.

Erstes Buch zum Thema; herausgegeben von zwei der führenden deutschen Kolonialhistorikerinnen; populärwissenschaftliche Darstellung, die auch für den interessierten Laien verständlich ist; Band 10 der erfolgreichen Reihe »Schlaglichter der Kolonialgeschichte«