Angaben aus der Verlagsmeldung

Der Ungrund der Freiheit im Denken von Böhme, Schelling und Heidegger / von Hans J Friedrich


Heidegger sah in Schellings Freiheitsschrift den »Gipfel der Metaphysik des deutschen Idealismus«, das deshalb, weil hier erstmals die Unterscheidung zwischen Grund und Existenz auf das Wollen als »Ursein« zurückgeführt werde. Schelling selbst hat die Unterscheidung jedoch nicht auf das Wollen zurückgeführt, sondern auf den von Jakob Böhme übernommenen Begriff des Ungrundes. Damit hat er bereits Heideggers eigenen Freiheitsbegriff vorweggenommen. Die Freiheit ist der Abgrund des Noch-nicht-Seienden, aber Seinwerdenden. In diesem Abgrund ist das Sein durch den Willen je erst zu einer Gründung zu bringen, und zwar als das Seinkönnende und Seinsollende. – Der Autor ist Herausgeber der Bände 46 und 67 (Metaphysik und Nihilismus) der Martin Heidegger Gesamtausgabe.