Angaben aus der Verlagsmeldung

Giacometti, der Ägypter / von Christian Klemm, Dietrich Wildung


Ausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin, Altes Museum und Ägypitisches Museum und Papyrussammlung vom 29. Oktober bis 31. Dezember 2008.

Es mag beliebig erscheinen, aus dem vielschichtigen Werk des Alberto Giacomettis die Bezüge und Analogien zur altägyptischen Kunst herauszulösen und monographisch darzustellen. Christian Klemm zeigt jedoch in seiner Biographie des ägyptophilen Giacometti, wie sich die von ägyptischer Kunst ausgehende Faszination als Kontinuum durch dessen ganzes Leben zieht. Von seiner Jugend bis in die Tage vor seinem Tod ist ägyptische Kunst eine seiner Inspirationsquellen, wie die zahlreichen Zeichnungen nach ägyptischen Originalen – manche hier erstmals veröffentlicht – belegen.
Dietrich Wildung analysiert das Ägyptische in Giacomettis Bildsprache und projiziert es auf die altägyptische Skulptur, die dadurch jenseits der üblichen ikonologischen Betrachtungsweise als „l’art pour l’art“ erkennbar wird. Unabhängig von der gleichnamigen Ausstellung in Berlin und Zürich eröffnet der Katalog nicht zuletzt wegen seiner Bilddialoge neue Einsichten in das Werk Giacomettis und seiner altägyptischen Ahnen.