Angaben aus der Verlagsmeldung

Impulse für den Erfolg - psychische Belastungen bei der Arbeit reduzieren / von Christa Eggerdinger, Marianne Giesert


Die Belastungen der Beschäftigten bei der Arbeit haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Das spürt jede(r) Einzelne. Kontinuierliche Anpassung an stetig steigende Anforderungen und ggf "Arbeiten ohne Ende", nur um den Arbeitsplatz zu sichern, ist aber keine nachhaltige Strategie. Zwar wissen und spüren das die Beschäftigten auch, aber wie kann die betriebliche Interessenvertretung wirklich Abhilfe schaffen und die Belastungen reduzieren?

Ein wirksames Instrument ist die Gefährdungsbeurteilung physischer und psychischer Belastungen entsprechend dem Arbeitsschutzgesetz. Betriebs- und Personalräte sind gefordert, selbst die Initiative zu ergreifen, eine umfassende Gefährdungsbeurteilung im Betrieb zu starten und ihre Mitbestimmungsrechte dafür einzusetzen. Rechtlich stehen dem schon lange keine Hindernisse mehr im Weg

Die Broschüre unterstützt Betriebs- und Personalräte dabei, die Initiative zu ergreifen und die Gefährdungsbeurteilung fest im Betrieb zu etablieren. Sie informiert über betriebliche Erfahrungen der Kollegen und Kolleginnen von der Idee bis zur Realisierung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen. Acht Handlungsfelder werden vorgestellt und eine große Bandbreite betrieblicher Handlungsstrategien .Sie basieren auf den Erfahrungen dreier Impulswerkstätten.

Die erste "Impulswerkstatt Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen" haben das DGB-Bildungswerk und die Hans-Böckler-Stiftung 2003 gestartet, um betriebliche Interessenvertretungen mit diesem Instrument und seiner Anwendung vertraut zu machen. Seit nunmehr drei Jahren (2003 bis 2006) treffen sich Betriebs- und Personalräte jeweils eine Woche im Jahr, um ihre Fragen und Erfahrungen mit der Planung und Durchführung der Gefährdungsbeurteilung auszutauschen und voneinander zu lernen.