Angaben aus der Verlagsmeldung

Vertraut und fremd zugleich : Jüdisch-christliche Nachbarschaften in Warschau – Lengnau – Lemberg / von Alexandra Binnenkade, Ekaterina Emeliantseva, Svjatoslav Pacholkiv


Wie fremd waren sich Menschen in jüdisch-christlichen Nachbarschaften und wie viel Vertrautheit konnte durch das räumliche Miteinander entstehen? Diesen Fragen gehen die AutorInnen dieses Buches anhand von drei Fallstudien zu den Städten Warschau (Polen), Lengnau (Schweiz) und Lemberg (Ukraine) zwischen dem Ende des 18. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts nach. Nachbarschaft brachte hier eine gemeinsame Sprache hervor, und es zeigt sich, dass die Juden ihren Platz in der Gesellschaft hatten. Christliche oder jüdische »Ghettos« gab es an keinem dieser Orte, eine wechselseitige Fremdheit blieb dennoch. Dies erklärt, weshalb über lange Zeiträume bestehende alltägliche Vertrautheit in Ausgrenzung und heftige Gewalt gegen Juden umschlagen konnte.
A. Binnenkade und E. Emeliantseva sind Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Historischen Seminar der Universität
Basel bzw. der Universität Zürich.
S. Pacholkiv ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien.