Angaben aus der Verlagsmeldung

Dresden 1933–1945 : Der historische Reiseführer / von Hartmut Ellrich


Anders als in München, Nürnberg oder Berlin sind die Hinterlassenschaften
der NS-Herrschaft in Dresden nicht gleich auf
den ersten Blick zu erkennen. Bei genauer Kenntnis tritt jedoch
Überraschendes zutage: Da sind das gigantischen Areal der
Luftkriegsschule in Klotzsche, das zum Aufmarschplatz umgestaltete
Elbufer unterhalb des Rosengartens, der Pavillon am
Waldschlösschen und zahlreiche Verwaltungsbauten.
Auch in der Kulturstadt Dresden gab es im März 1933 eine
Bücherverbrennung, entstanden zahlreiche »Judenhäuser« und
wurde die Umgestaltung in eine Garnisons- und Rüstungsstadt
vorangetrieben. Hitlers Schwager Martin Hammitzsch drängte
darauf, die »Gauhauptstadt« Dresden in eine von sieben Neugestaltungsstädten
des Deutschen Reiches zu verwandeln, wozu
gegenüber der Altstadt u. a. ein riesiges Gauforum entstehen
sollte. 1944 erklärte man Dresden zur »Festungsstadt«, doch
konnte dies ihre Zerstörung durch anglo-amerikanische Bombenangriffe
im Februar 1945 nicht verhindern.
Hartmut Ellrich behandelt dieses oft ausgeblendete Kapitel
der Stadt- und Regionalgeschichte mit knappen Darstellungen
einzelner Orte der Stadt und mit Hilfe zahlreicher seltener historischer
Aufnahmen. Aufklappbare Karten und eine farbige
Kapitelgestaltung ermöglichen das schnelle Auffi nden der interessanten
Stätten der Geschichte.