Angaben aus der Verlagsmeldung

Unendlich fordernd : Ethik der Verpflichtung, Politik des Widerstands / von Simon Critchley


Engagiert und schonungslos stellt sich Simon Critchley in seinem neuesten Buch unser aller trostloser Zeitgenossenschaft. Der nicht endende Krieg »gegen den Terror«, die Korrosion politischer Strukturen, die Politik und das Management der Angst in den westlichen Gesellschaften haben zu einer massiven Enttäuschung und Mutlosigkeit in bezug auf die Demokratie geführt. Und noch vor einigen Jahren war undenkbar, was heute an der Tagesordnung ist: daß sich gesellschaftliche Debatten um die Legitimität der Folter auf ein ethisches Gebot des Handelns stützen, und zwar auf das Gebot eines allerorten auftrumpfenden, seelenlosen Pragmatismus.
Um dieser Situation zu begegnen, legt Critchley die Grund lagen
für eine Theorie ethischer Erfahrung: das unverhandelbare Bekenntnis zu ethischer Verantwortung. Seine Untersuchungen des Problems der Ethik bei Kant, Levinas, Badiou und Lacan führen Critchley zu einer Konzeption von Subjektivität, die auf der uneingeschränkten Verpflichtung einer ethischen Forderung gründet. Am Schluß seines Essays tritt Critchley aus der Deckung
mit einem Plädoyer für einen fundamentalen Anarchismus als ethische Praxis – und als neu zu begründendes Mittel radikaler
Politik und politischer Organisation.
Der Essay liest sich als unbarmherzige Zeitdiagnose, als scharfsinnige theoretische Analyse der Pattsituationen und Möglichkeiten politischen Handelns – und nicht zuletzt als ein emotionales und streitbares Manifest. Die bislang klarste, kühnste und systematischste Zusammenfassung von Critchleys Positionen zu Philosophie, Ethik und Politik.
»Eine schlichtweg essentielle Lektüre.« (Alain Badiou)
»Wegweisend auf Jahre hinaus.« (Ernesto Laclau)
»Critchleys Buch stört die Nabelschau empfindlich.« (Slavoj Zizek)