Angaben aus der Verlagsmeldung

Vorgetäuschte Sexualdelikte / von Jana Frauen


Vorgetäuschte Sexualdelikte – ein Thema, das bei bestimmten Fallkonstellationen schnell mediale Schlagzeilen produziert und nicht nur dadurch immer wieder die Gemüter erregt. Gestern der Fall Türck, heute der Fall Marco und morgen …? Wer hat Recht, wem soll man glauben?

Mögliche Folgen polizeilicher und justizieller Fehler oder Fehleinschätzungen bei Sexualdelikten beschreibt Sabine Rückert in ihrem Buch „Unrecht im Namen des Volkes“ (Hoffmann und Campe, 2007) sehr eindrucksvoll. Eine junge Frau beschuldigt Vater und Onkel, sie vergewaltigt zu haben. Beide werden angeklagt und zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Erst eine Wiederaufnahme der Verfahren zeigt gravierende handwerkliche Fehler und Beurteilungsmängel auf und führt zur Rehabilitation der unschuldig Verurteilten.

Jana Frauen hat durch Auswertung einschlägiger Literatur und Gespräche mit Fachleuten des LKA 42 (Sexualdelikte) im Landeskriminalamt Hamburg sehr umfangreich zusammengetragen, was in diesem Zusammenhang kriminalistisch bedeutsam ist. Diese Veröffentlichung soll und kann dazu beitragen, eine professionelle, kriminalistisch fundierte Ermittlungsarbeit leisten zu können. Nur wenn eine solche unaufgeregt, unvoreingenommen und akribisch erfolgt, hat die Sachverhaltsaufklärung eine Chance.

1 EINLEITUNG/VORWORT

2 SEXUALSTRAFTAT
2.1 DEFINITION/ALLGEMEINES
2.1.1 Strafanzeige
2.1.2 Medien
2.2 DAS VORTÄUSCHEN EINER STRAFTAT UND DIE FALSCHE VERDÄCHTIGUNG

3 MOTIVE/HINTERGRÜNDE
3.1 BEWUSSTE TÄUSCHUNG
3.2 INSTRUKTION
3.3 SUGGESTION
3.4 WAHRNEHMUNGSÜBERTRAGUNG
3.5 ÜBERTRAGUNG AUF EINE ANDERE PERSON
3.6 UNTÜCHTIGKEIT

4 ERKENNUNGSMÖGLICHKEITEN
4.1 SPUREN
4.1.1 Spuren am Tatort
4.1.2 Spuren am mutmaßlichen Opfer
4.1.2.1 Rechtsmedizinische Begutachtung
4.1.2.1.1 Anamnese
4.1.2.1.2 Extragenitale Untersuchung
4.1.2.1.3 Selbstverletzungen
4.1.2.1.4 Genitale Untersuchung
4.1.2.2 Spuren an der Kleidung
4.1.3 Spuren am Tatverdächtigen
4.1.4 Spuren am Tatmittel
4.2 VERNEHMUNG
4.2.1 Glaubhaftigkeitsbegutachtung der Zeugenaussage
4.2.1.1 Aussagetüchtigkeit
4.2.1.2 Aussagequalität
4.2.1.2.1 Realkennzeichen
4.2.1.2.2 Typische Beschreibung einer nicht erlebnisfundierten Tat
4.2.1.2.3 Nonverbale und paraverbale Verhaltensweisen
4.2.1.3 Aussagevalidität
4.2.1.4 Hypothesengeleitete Diagnostik
4.2.2 Allgemeine Glaubwürdigkeit

5 ZUSAMMENFASSUNG

6 ANHANG
Glossar
Gesetzestexte