Angaben aus der Verlagsmeldung

Im "Netz des Indra" : Das Museum of World Religions (Taipeh), sein buddhistisches Dialogkonzept und die neue Disziplin Religionsästhetik


Das Museum of World Religions in Taipeh will mit seiner interaktiven, multimedialen Gestaltung die Welt der Religionen sinnlich erlebbar machen und ein buddhistisches Konzept zum interreligiösen Dialog umsetzen - ein Konzept, das sich im Sprachbild "Netz des Indra" ausdrückt. Das Museum war Ziel einer Exkursion des Seminars für Allgemeine Religionswissenschaft der Universität Münster. Studierende berichten, durch Esther-Maria Guggenmos und Annette Wilke eingeführt, über ihre Eindrücke der bis ins Detail durchdachten Museumsgestaltung.

Neben anschaulichen Beschreibungen dieses außergewöhnlichen Museums und einem Interview mit dem buddhistischen Gründer enthält das Buch Beiträge zu aktuellen Forschungsdebatten. Die analytische Aufarbeitung des komplexen interreligiösen Netzwerk- Gedankens, der dem Museum zugrundeliegt, führt zu einer integrativen Dialogtheorie, die ein neues, genuin buddhistisches Konzept in die christlich dominierte Debatte einbringt. Erstmalig wird auch ein Forschungsüberblick über die noch junge akademische Disziplin der Religionsästhetik geboten, die die sinnlichen Seiten von Religion systematisch in den Blick nimmt. Anhand zentraler systematischer Fragestellungen dieser Disziplin wird eine detaillierte Analyse des Museums vorgenommen.

Das Museum of World Religions eignet sich hervorragend als Gegenstandsfeld religionsästhetischer Forschung.