Angaben aus der Verlagsmeldung

Zur Vorstellung des Terroristen : Die Darstellung der RAF-Terroristen im Film / von Heiko Reusch


Der Deutsche Herbst 1977 hat sich als Synonym für den Terrorismus der Roten Armee Fraktion ins bundesdeutsche Kollektiv-Gedächtnis eingebrannt. 30 Jahre nach der Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer und den Selbstmorden der Stammheimer RAF-Häftlinge Gudrun Ensslin, Andreas Baader und Jan-Carl Rapse werden die Ereignisse wortgewaltig diskutiert. Wiederholt wurde die RAF auch zum Thema fiktiver Spielfilme. „Deutschland im Herbst“ (1978; Regie: u.a. Volker Schlöndorff und Alexander Kluge) oder Rainer Werner Fassbinders „Die Dritte Generation“ (1979) arbeiteten schon kurze Zeit später die dramatischen Wochen auf. Heiko Reusch untersucht in seinem Buch diese frühen filmischen Inszenierungen zur RAF, vergleicht sie mit neueren Filmen wie „Die Stille nach dem Schuss“ (2000, Regie: Volker Schlöndorff) und „Baader“ (2002, Regie: Christopher Roth). Inwieweit, so fragt er, wurde das heute gängige Bild von der RAF durch diese filmischen Aufarbeitungen geprägt?