Angaben aus der Verlagsmeldung

Humboldts Zukunft : Das Projekt Reformuniversität


Angesichts der Herausforderungen, denen sich die deutsche und die europäische Universität heute gegenübersehen, versammelt dieser Band Einsichten und Durchblicke zur Geschichte der deutschen Universität als einem Projekt, dessen moderne Epoche mit der Gründung der Berliner Universität durch Wilhelm von Humboldt 1810 begann, deren kräftigste Ausstrahlung in der letzten Hälfte des 19. und im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts lag, und das sich heute anschickt, Europäisierung und Globalisierung inhaltlich und institutionell zu verarbeiten. Er fragt nach den politischen und gesellschaftlichen Bedingungen dieses Erfolgsmythos des 19. Jahrhunderts und nach seinen Folgen – die in die "Zukunft" auch des 21. Jahrhunderts hineinragen. Die Rückbesinnung auf die Gründung der Berliner Universität und auf die wissenschaftliche Leistung Wilhelm von Humboldts sollen helfen, die Wurzeln des akademischen Gemeinwesens offen zu legen: Welche Inhalte, Strukturen und Ideale der humboldtschen Universität sind angesichts von wissenschaftlich-akademischer Massenausbildung noch zu retten? Welche Prinzipien müssen gelten, damit die Universität im nächsten Jahrhundert noch Universität genannt werden kann?
Die Beiträge dieses Bandes wurden ausschließlich von "Humboldtianern" verfasst, gegenwärtigen und ehemaligen Lehrenden an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie sollen zeigen, dass aus dieser Hochschule – also der ersten deutschen Reformuniversität – auch heute Reformanstöße kommen, die von Bedeutung sind für die universitätspolitische Diskussion.