Angaben aus der Verlagsmeldung

Globaler Emissionshandel : Wie Luftverschmutzer belohnt werden. Analyse, Kritik, Perspektiven / von Larry Lohmann, Oscar Reyes


Eine überzeugende Kritik am globalen Emissionshandel und ein Plädoyer für radikales Umdenken in der westlichen Wohlstandsgesellschaft.
Eine aktuelle Bilanz der Perspektiven für ein neues globales Klimaabkommen im Nachfolgeprozess des UN-Klimagipfels in Bali 2007.
Der Emissionshandel gilt als viel versprechendes Instrument zum Schutz des Klimas. Die beteiligten Akteure – Staaten und Unternehmen – verpflichten sich im Rahmen eines Abkommens dazu, den Ausstoß von Treibhausgasen auf ein festgelegtes Maß zu reduzieren. Wem das gelingt, der verfügt über »Emissions-Guthaben«, die an einer Tauschbörse verkauft werden können. So hielten beide, die Viel- und Wenigverschmutzer, die Vorgaben beim Klimaschutz ein. Nein, sagen die Autoren, der Handel mit Emissionszertifikaten bringt den Klimaschutz entgegen solcher Behauptung nicht voran, sondern wird selbst zum Geschäft.
Ihre Analyse begründet anhand von Fallstudien, warum der globale Emissionsmarkt ein Irrweg ist. Arme Länder profitieren kaum davon. Die Gewinner sind die Industriestaaten und große Konzerne, die auch künftig auf fossile Brennstoffe setzen und Geschäfte damit machen.

Die Autoren:
Larry Lohmann arbeitet bei The Corner House, einer britischen Nichtregierungsorganisation, die sich für die Förderung von Umweltschutz und sozialer Gerechtigkeit weltweit einsetzt.
Oscar Reyes arbeitet am Transnational Institute in Amsterdam und ist Redakteur der Zeitschrift Red Pepper.