Angaben aus der Verlagsmeldung

Demokratie im Schatten der Gewalt : Geschichten des Privaten im deutschen Nachkrieg


Die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert bewegt sich zwischen zwei Extremen: auf der einen Seite der Absturz in Krieg und Völkermord, auf der anderen die Rückkehr zu Frieden und Demokratie. Die Forschung hat sich bislang vorwiegend mit dem Weg der Deutschen in den Nationalsozialismus hinein beschäftigt und nur wenig damit, wie sie aus dieser Gewaltgeschichte wieder herausgefunden haben. Wie verlief im Schatten der Teilhabe an Vernichtungskrieg und Völkermord die private Suche der Deutschen nach Demokratie?

Aus dem Inhalt:
Cornelia Blasberg: Genealogisches Erzählen. Zum demokratischen Potential einer literarischen Form (u.a. zu: Monika Maron, Pawels Briefe; Günter Grass, Im Krebsgang; Wibke Bruhns, Meines Vaters Land)
Friederike Eigler: Zum Gedächtnis nostalgischer und traumatischer Orte im Generationenroman. Möglichkeiten und Grenzen literarischer Geschichtsdarstellungen
Michael Geyer: Die Niederlage 1945 als Erlebnis, Erfahrung und Erinnerung
Dagmar Herzog: »Das Leben ist schwer geworden, hierzulande allemal.« Das lustlose Ende der sexuellen Revolution
Stefan-Ludwig Hoffmann: Sieger, Besiegte, Beobachter. Zur subjektiven Wahrnehmung der Epochenschwelle 1944-1946
Till van Rahden: Wie Vati die Demokratie lernte. Rechristianisierung und die Frage der Autorität