Angaben aus der Verlagsmeldung

Die Totengeister der Uiguren : Beobachtungen zu Islam und Gesellschaft in Ostturkestan / von Paula Schrode


Als Totengeister, „ärvahlar“, haben die Verstorbenen bei den Uiguren einen bedeutenden Platz im Leben der Hinterbliebenen. Sie weilen unter ihnen, machen sich im Alltag bemerkbar und erwarten Zuwendungen unterschiedlicher Art. In ihrer Nähe zur göttlichen Einflusssphäre können sie sich umgekehrt den Lebenden gegenüber erkenntlich zeigen, wenn diese sie gut versorgen und ihr Andenken in Ehren halten. Zu zahlreichen alltäglichen und außeralltäglichen Anlässen werden den ärvahlar rituelle Handlungen gewidmet, in denen sich grundlegende religiöse und soziale Werte der Uiguren ausdrücken. Ausgehend von einer Analyse des Totengeisterkonzepts und einer Bestandsaufnahme seiner rituellen Umsetzungen als Teil des uigurischen Islams beleuchtet diese Studie auch allgemeine Strukturen und soziale Praktiken in der Gesellschaft Ostturkestans (Volksrepublik China).