Angaben aus der Verlagsmeldung

»Meinen Mund schließt nur der Tod« : Mathias Thesen (1891-1944) Eine biographische Dokumentation / von Manfred Tietz


Ein politisches Porträt des Duisburger Reichstagsabgeordneten und
Widerstandskämpfers Mathias Thesen in Bildern, Berichten und
Dokumenten - erweitert durch biographische Notizen über einige seiner
engsten Familienangehörigen, Weggefährten und Mithäftlinge. Einige
Stationen seines bewegten Lebens:
Schlosserlehre in Trier, Eisendreher in der Trierer »Eisendreherei«
(vormals Feuerstein).
1910: SPD und DMV (Deutscher Metallarbeiter Verband).
1914 ff.: Vor Verdun und Arras schwer verwundet.
1916: Spartakusbund. »Kriegstrauung« mit
Katharina Hartmann aus Trier-Ehrang.
1917/18: USPD. Oberhausen-Sterkrade, Arbeiter bei Krupp/Essen,
Vertrauensmann. Aktivist der Arbeiter- und Soldatenräte in der
Novemberrevolution.
1920: KPD in Duisburg-Hamborn.
1919-1925: Gutehoffnungshütte/GHH Oberhausen-Sterkrade,
Vertrauensmann.
Schlosser und Streikführer auf der Haniel-Rheinwerft
in Duisburg-Walsum. Betriebsratsvorsitzender.
1924-1928: KPD-Stadtrat bzw. -Fraktionsvorsitzender in Hamborn.
Parteisekretär in Hamborn, Duisburg, Essen.
Bezirksleitung Ruhrgebiet in Essen. RFB-Führer.
1928-1933: KPD-Reichstagsabgeordneter. Parteisekretär in Bochum,
Duisburg-Hamborn etc. Gewerkschaftssekretär. ZK-Mitglied
März-Sept.
1933: Leiter des antifaschistischen Widerstandes in Norddeutschland.
Festnahme, Folterungen, KZ Hamburg-Fuhlsbüttel.
11. Oktober 1944: Nach über 11jährigem Widerstand hinter Gittern
und Stacheldraht erschossen wegen »Meuterei und Aufwiegelung« im
KZ Sachsenhausen - zusammen mit 26 weiteren deutschen und
französischen Antifaschisten.