Angaben aus der Verlagsmeldung

Dionysos kann nicht sterben : Theater in der Gegenwart / von Ingrid Hentschel


Theater bietet einen Resonanzraum, in dem die Schwingungen der Gegenwart und die Erfahrungen einer Zeit zum Ausdruck kommen, und so ist es die Theaterkunst, die oft die lebendigsten Dokumente einer Epoche liefern kann. Im lebendigen Spiel zwischen Bühne und Publikum wird Zeitbezug immer wieder neu und aktuell hergestellt. Und nicht zuletzt sind wir als Zuschauer und Besucher jedes mal wieder daran beteiligt.

Im vorliegenden Band I der Reihe "Resonanzen" werden Veränderungen und Entwicklungen von Stücken und Spielweisen in den Jahren vor und nach der Wende zum zweiten Jahrtausend nachgezeichnet. In detaillierten Einzelanalysen entfaltet Ingrid Hentschel ein Panorama zeitgenössischer Theaterkunst und reflektiert aktuelle ästhetische Entwicklungen im Hinblick auf eine Theorie des Theaters in Zeiten elektronischer Medienpräsenz.

Die Untersuchungen reichen von Blick und Sprache bei Botho Strauß, Peter Handke und Elfriede Jelinek über die Transformation der Komödie durch performative Spielweisen bis zu Ritual, Religion, Performance und Tragödie als Topoi theatraler Darstellungen.

Inmitten gegenwärtiger Verschiebungen im Verhältnis von Wirklichkeit und Fiktion, Realität und Virtualität behauptet sich Theater als Gemeinschaftskunst und anthropologisches Medium schlechthin.

Ein Buch für Theaterinteressierte, Kultur- und Theaterwissenschaftler, Lehrende und Studierende

Ingrid Hentschel ist Professorin für Theater, Kultur und Medien in Bielefeld

Umschlagbild: © Iko Freese, DRAMA. Agentur für Theaterfotografie Berlin, www.drama-berlin.de