Angaben aus der Verlagsmeldung

Klima, Witterung und Hochwasser im Raum Marburg-Gießen seit der Frühen Neuzeit : Eine Analyse von Meßdaten und historischen Witterungsbeschreibungen / von Johannes Hofmeister


Dem Klimawandel wird z. Zt. sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt, wobei insbesondere die mögliche Klimaentwicklung der Zukunft diskutiert wird. Klimaschwankungen und extreme Witterung hat es allerdings auch in den vergangenen Jahrhunderten gegeben.
In den Universitätsstädten Marburg und Gießen begann man bereits im 19. Jahrhundert mit der systematischen instrumentellen Wetterbeobachtung. Aus der Umgebung liegen ebenfalls zahlreiche lange Messreihen vor, sodass anhand von statistischen Untersuchungen langfristige Trends und Zyklen ausfindig gemacht werden konnten. Die Häufigkeit und die Entstehung von schweren Hochwassern an Lahn und Ohm sowie die allgemeine Entwicklung der Wasserstände wurden ebenfalls analysiert.
Schon einige Jahrhunderte bevor man mit regelmäßigen Instrumentenmessungen begann, wurde die Witterung häufig schriftlich überliefert. Historische Witterungsbeschreibungen findet man in verschiedenen Literatur- und Quellengattungen, etwa in Akten, Chroniken oder Tagebüchern. Eine Vielzahl von historischen Aufzeichnungen aus der Region wurde kritisch überprüft und ausgewertet, wobei extreme Witterungsereignisse und Hochwasser eine besondere Rolle spielten.