Angaben aus der Verlagsmeldung

Innovationsmanagement in der deutschen Luftfahrtindustrie unter dem Einfluss europäischer und deutscher Innovationspolitik / von Cordula Gotthardt


Erhalt und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Innovationen ist eines der vordringlichen Ziele von Volkswirtschaften und Wirtschaftsräumen der Industriestaaten. Aus dieser Zielsetzung leitet der Staat die Begründung für den Auf- und Ausbau ordnungspolitischer Strukturen ab, die wirtschafts- und insbesondere innovationsfördernd sind. Der Verkehrssektor liefert eine der wichtigsten Grundlagen für wirtschaftliches Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.

Die Innovationspolitik übt die Klammerfunktion der öffentlichen Aktivitäten zur Planung, Steuerung und Kontrolle der Innovationsförderung aus und bildet in der Wechselwirkung mit anderen Politikbereichen und der (Luft-)Verkehrspolitik im Besonderen die Grundlage für die unternehmerischen Maßnahmen zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation in Unternehmen der Luftverkehrswirtschaft. Auf Seite der Unternehmen ist es das Innovationsmanagement, das die Planung, Durchführung, Steuerung und Kontrolle von Innovationen übernimmt und seinerseits die Zusammenarbeit mit den innovationspolitischen Akteuren ausgestaltet.

Auf Basis der Literatur zum Innovationsmanagement und zur Innovationspolitik werden die diskutierten Erkenntnisse mit den Ergebnissen einer fallbezogenen Untersuchung der Innovationsbereitschaft und -fähigkeit kombiniert. Die Untersuchung wird analog zur Porterschen Clustertheorie durchgeführt, wobei die wichtigsten Clusterpartner aus dem Dienstleistungsbereich, die Luftverkehrsgesellschaft und (Luftfahrt-)Infrastrukturbetreiber, als Untersuchungsobjekte dienen. Die Ausführungen werden dabei speziell für die Fraport AG vertieft, wobei auch die Rolle als gemischtwirtschaftliches Unternehmen als staatliches Instrument zur Innovationsförderung betrachtet wird. Schließlich werden Gestaltungsempfehlungen für ein idealtypisches Innovationsmanagementkonzept abgeleitet, die nicht nur der Forderung nach Übertragbarkeit auf andere, vergleichbare Unternehmen genügen, sondern auch die Zusammenarbeit aller (privatwirtschaftlichen und öffentlichen) Partner des Innovationssystems bei Forschung, Entwicklung und Innovation nachhaltig effizienter gestalten und fördern.