Angaben aus der Verlagsmeldung

Urbanismus auf Chinesisch : Öffentlicher Raum und multifunktionale Hochhäuser in Shanghai / von Gesine Junker


Die Städte Chinas erfahren gegenwärtig einen immensen Modernisierungs- und Wachstumsschub, ausgelöst durch die dramatischen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umwälzungen des Landes.

Wandel und Wachstum werfen die Frage nach einer zeitgenössischen Identität der modernen chinesischen Stadt auf. Dabei werden sowohl traditionell chinesische als auch westliche Stadtbaukonzepte und -modelle angewendet, diskutiert und neu interpretiert.

Die historische chinesische Kultur- und Stadtbaugeschichte, in der es weder ein Bürgertum noch öffentliche Plätze gab, führte zu einer anderen Definition von Stadtraum, die heute noch den Städtebau beeinflusst.

Während die traditionelle chinesische Interpretation von Raum Schlüssel zu einem zeitgenössischen chinesischen Städtebau sein könnte, dominiert im Hochbau das westliche Modell des monofunktionalen Hochhauses. Diese Hochhäuser werden jedoch zum Teil funktional erweitert und beherbergen unter einem Dach hoch konzentriert alle zentralen Nutzungen des Alltags wie Wohnen, Arbeiten, Versorgung und Freizeit.

Durch ihre punktuelle Konzentration von Nutzungen haben sie spürbare Auswirkungen auf ihr unmittelbares Umfeld und bilden eine neue Bautypologie in der Stadt.

Gesine Junker wurde 1976 in Gießen geboren und ist in Kassel aufgewachsen. Nach dem Abitur absolvierte sie zunächst eine Schreinerausbildung, bevor sie an der RWTH Aachen Architektur und Städtebau bis 2006 studierte. Während des Studiums war sie Preisträgerin im studentischen Wettbewerb „Grevenbroich findet Stadt“ und arbeitete ein Jahr lang in einem Architekturbüro in Shanghai. Heute lebt und arbeitet sie als Stadtplanerin in London.