Angaben aus der Verlagsmeldung

Transgenerationale Weitergabe kriegsbelasteter Kindheiten : Interdisziplinäre Studien zur Nachhaltigkeit historischer Erfahrungen über vier Generationen


Die heutige historische Forschung sieht die Ursachen des Zweiten Weltkriegs im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg und seinen Auswirkungen. Eine solche Perspektive bietet sich auch für die Erforschung von Kriegskindheiten an.
Der Frage, was jeweils bewusst und unbewusst an die nächste Generation weitergegeben wurde, steht im Zentrum dieses Bandes. Er untersucht erstmals in Deutschland den transgenerationalen Kontext von Kriegskindheiten systematisch in der Kombination von Zeitgeschichte, Psychosomatik/Psychoanalyse sowie Kinder- und Jugendpsychotherapie und -psychiatrie.
Die Beiträge verdeutlichten klar und nachhaltig unseren derzeitigen begrenzten Wissensstand und die sich daraus ergebenden Forschungsdesiderata. Klar ist, dass von der ersten kriegsbetroffenen Generation (des Ersten Weltkrieges) an bis hin zu den Enkeln der Kriegskinder des Zweiten Weltkrieges als vierter Generation transgenerationale Auswirkungen zu beobachten sind, die auf einer Kombination von Leitbildern, Erziehungsnormen, belastenden, beschädigenden bis traumatisierenden Erfahrungen und neurotischen (Familien-)Strukturen beruhen.
Mit Beiträgen von
Linde Apel, Werner Bohleber, Wilfried Breyvogel, Hans-Heino Ewers, Michael J. Froese, Christa Holstein, Natan P. F. Kellermann, Michaela Köttig, Ilany Kogan, Ulrich Lamparter, Jürgen Müller-Hohagen, Hartmut Radebold, Jürgen Reulecke, Ulla Roberts, Barbara Stambolis, Bertram von der Stein, Malte Thießen, Bettina Völter, Harald Welzer, Silke Wiegand-Grefe, Dorothee Wierling und Jürgen Zinnecker.