Angaben aus der Verlagsmeldung

Das kurze Leben der Sonja Okun : Geliebt - verlassen - vernichtet / von Carmen R Köper


»Das kurze Leben dieser so wunderbar heiteren Jüdin war ein tieftrauriges Martyrium. So starb sie auch. Da es an höchster Stelle versäumt wurde, spreche ich sie heilig«, so der berühmte Regisseur Fritz Kortner in seinen Memoiren. Carmen Renate Köper hat sich – angeregt durch die Auschwitz-Überlebende
Trude Simonsohn – auf Spurensuche begeben. Entstanden ist ein Buch, das ein faszinierendes jüdisches Frauenleben dem Vergessen entreißt und Theatergeschichte lebendig macht.

Sonja Okun, am 26. Januar 1899 in Minsk, Russland, geboren, lebte ab 1904 in Hamburg und ab 1919
in Berlin. Als junge Frau begegnete sie berühmten Zeitgenossen wie Fritz Kortner und Bertolt Brecht, später Leo Baeck und Paul Eppstein. Sie hat die Menschen, denen sie begegnete, zutiefst beeindruckt: mitreißend, aufregend, humorvoll und aufopferungsvoll. Zutiefst enttäuscht von ihrer fast 20 Jahre währenden Liebe zu dem berühmten Regisseur Erich Engel ging Sonja Okun erkrankt 1936 in die Schweiz, kehrte aber 1938 nach Berlin zurück, arbeitete in der Jugendalijaha und versuchte, wo sie konnte, bedrohten Juden zu helfen. Am 27. Januar 1943 wurde sie nach Theresienstadt deportiert, am 28. Oktober 1944 in den Tod nach Auschwitz.

Die Autorin:
Carmen Renate Köper, geboren in Dortmund. Schauspielerin, Engagements unter berühmten Intendanten wie Schalla, Stroux, Buckwitz und Eschberg. Drehbuchautorin, Fernsehfilme, Buchveröffentlichungen. Berufstitel Professorin, verliehen von der Republik Österreich. Ehrenplakette und Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main, Leuschner-Medaille des Landes Hessen, Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Lebt in Frankfurt am Main.