Angaben aus der Verlagsmeldung

Rationalitäten der Gewalt : Staatliche Neuordnungen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert


Moderne Gesellschaften beruhen auf dem Selbstverständnis, Gewalt einzuhegen; zugleich sind das Recht und die Pflicht zur Gewaltanwendung Grundprinzipien moderner Staatlichkeit. Gewalt, Ordnung und Staatlichkeit sind demnach konstitutiv aufeinander bezogen - und ihr Verhältnis ist prekär. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts erscheint das Konzept moderner Staatlichkeit umstrittener denn je. »Rettungsfolter«, »gerechte Kriege« oder »Sicherheitsstaat« sind Stichworte aus Diskussionen, die aktuelle Verschiebungen anzeigen. Der Band bietet interdisziplinäre Perspektiven auf historische Kontinuitäten und Brüche staatlicher Ordnungspolitik in der Gegenwart.
Mit Beiträgen u.a. von Judith Butler, David Garland und Alf Lüdtke.