Angaben aus der Verlagsmeldung

Erziehung zum deutschen Menschen : Völkische und nationalkonservative Erwachsenenbildung in der Weimarer Republik


Das im 19. Jahrhundert aufgekommene Feindbild der ""seelenlosen Rationalität"" als Kritik an Industrialisierung und Urbanisierung in Verbindung mit der Verarbeitung der Niederlage des Ersten Weltkriegs ließ die unterschiedlichen Strömungen der ""völkischen Bewegung"" in der Weimarer Republik um eine ganzheitliche, alle Lebensbereiche erfassende Erneuerung des ""deutschen Volkstums"" kämpfen. Die aus einer vermeintlichen ""Mission"" des deutschen Volkes resultierende radikale Gegenwartskritik wehrte sich gegen ""Überfremdungen"" durch Juden, Sozialisten, Liberale und verstand sich zugleich als Gegenkultur wie Erneuerungsbewegung. Die Beiträge gehen u.a. folgenden Fragen nach: Welche Bedeutung kam der ""Erziehung zum deutschen Menschen"" in der vielschichtigen, unterschiedlich akzentuierten völkischen und nationalkonservativen Erwachsenenbildung zu? Wie bestimmten die völkischen Ausprägungen von Erwachsenbildung ihren pädagogischen und politischen Ort im Umfeld der Weimarer Erwachsenenbildung? Welches Destruktionspotential besaß die völkische Erwachsenenbildung für die politische Kultur der Weimarer Republik? Wie gestalteten sich ihre Übergänge ins Dritte Reich?