Angaben aus der Verlagsmeldung

Rückerstattung Ost : Der Umgang der DDR mit dem ""arisierten"" und enteigneten Eigentum der Juden und die Gestaltung der Rückerstattung im wiedervereinigten Deutschland


Wie behandelte die SBZ/DDR das von den Nazis ""arisierte"" und enteignete jüdische Eigentum und warum verweigerte die SED die Rückgabe an die ursprünglichen Eigentümer oder deren Erben? Die Entschädigungsleistungen für die jüdischen NSVerfolgten waren minimal, da nur sehr wenige Juden nach dem Krieg in die DDR zurückkehrten und an Juden im Ausland bis zuletzt grundsätzlich keine Zahlungen geleistet wurden. Die Sowjetunion betrachtete Wiedergutmachungsforderungen ebenfalls als eine Form von Reparationsforderung. Dennoch kann, wie Jan Philipp Spannuth in seiner Untersuchung darstellt, nicht in erster Linie die sowjetische Militäradministration für die kärglichen Wiedergutmachungsleistungen gegenüber jüdischen NS-Opfern in Ostdeutschland verantwortlich gemacht werden. Es war vielmehr die SED, die sich strikt allen Forderungen nach Restitution verweigerte. Im zweiten Teil des Buches wird die Entwicklung seit dem November 1989 untersucht. Gegenstand sind hier die verschiedenen Entwicklungsstränge, die zu den rechtlichen Grundlagen der Rückerstattung in den fünf neuen Bundesländern führten. Daneben wird die Praxis der Rückerstattung untersucht, wobei auch hier wie für die Behandlung in der SBZ/DDR Fallbeispiele aus den mit der Rückgabe befassten Ämtern in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Thüringen herangezogen werden.