Angaben aus der Verlagsmeldung

Universitas : Die mittelalterliche und frühneuzeitliche Universität im Schnittpunkt wissenschaftlicher Disziplinen


Im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Umstrukturierung der Hochschulausbildung im „Bologna Prozess“, der Auflösung bisheriger wissenschaftlicher Disziplinen in neuen BA- und MA-Fächern, den Diskussionen um Möglichkeiten einer Effizienzsteigerung im Wissenschaftsbetrieb, eines Aufbrechens der „Elfenbeintürme“ und einer Verstärkung des Praxisbezugs sowie den Erwägungen bezüglich der Vertretbarkeit oder Notwendigkeit einer Finanzierung der höheren Ausbildung aus öffentlicher Hand, werden immer wieder Klagen laut, dass in unserer Zeit die Institution Universität in ihren Grundfesten erschüttert werde. Die Geschichte dieser Institution ist aber seit ihren Anfängen im Mittelalter durch Umbrüche, Umstrukturierungen, neue Fächergruppierungen und ein immer wieder neues zum Teil kritisches Verhältnis zur außeruniversitären Welt geprägt. Die in diesem Band versammelten Beiträge gehen an ausgewählten Beispielen dieser wechselhaften Geschichte der Universität als Institution und ihrem Verhältnis zur jeweiligen Universitätsstadt nach. Sie beleuchten die Entwicklung der Lehrinhalte der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Universität sowie deren Beurteilung und Niederschlag in der außeruniversitären Welt, in der Literatur und Historiographie sowie in der Kunst und in der Konfrontation der universitären Theorie mit der Praxis.