Angaben aus der Verlagsmeldung

Arbeit und Identität im Jugendalter : Die Auswirkungen der gesellschaftlichen Strukturkrise auf Sozialisation


Die seit den 1980er Jahren andauernde Strukturkrise hat die Modalitäten des Übergangs in die berufliche Ausbildung und des Verbleibs im Erwerbssystem zum Teil grundlegend verändert. Ob es jungen Menschen gelingt, einen Ausbildungsplatz zu erhalten und anschließend am Arbeitsmarkt „Fuß zu fassen“, wird zunehmend unsicherer und zugleich schwieriger. Infolge der Erosion der Normalerwerbsbiografie müssen sich Jugendliche zudem darauf einstellen, sich im Verlauf ihres Erwerbslebens ggf. mehrfach beruflich umzuorientieren, um auf veränderte Anforderungen am Arbeitsmarkt hinsichtlich der nachgefragten Tätigkeitsprofile reagieren zu können. Dies hat nicht zuletzt auch Folgen für die Identitätsentwicklung. Gefragt ist ein flexibles Selbstmanagement und eine auf sich verändernde Anforderungen ausgerichtete Selbstorganisation.
Vor diesem Hintergrund werden in dem vorliegenden Band drei Themenfelder diskutiert. Erstens geht es um die Entwicklung einer beruflichen Orientierung, deren inhaltliche Ausrichtung und die Wertigkeit von Erwerbsarbeit für die aktuell heranwachsende Generation. Zweitens werden die veränderten Chancen und Risiken traditionell am Arbeitsmarkt benachteiligter Gruppen beleuchtet. Ein dritter Schwerpunkt rankt um die Fragen, ob angesichts der schwindenden Chancen am traditionellen Arbeitsmarkt die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit als Arbeitskraftunternehmer für Jugendliche eine Alternative darstellt und inwiefern junge Menschen die Kompetenzen entwickelt haben, die erforderlich sind, um sich am Markt erfolgreich als Arbeitskraftunternehmer zu behaupten.
Mit Beiträgen von
Jürgen Angele, Markus Arens, Caroline Bühler, Gerhard Christe, Matthias Drilling, Sonja Ganguin, Judith Glaesser, Frederike von Gross, Heike Kahlert, Wolfgang Lauterbach, Katharina Liebsch, Božena Majerek, Jürgen Mansel, Heike Ohlbrecht, Klaus-Peter Treumann, Lutz Wende und Gisela Wiebke.