Angaben aus der Verlagsmeldung

BMW als Flugmotorenhersteller 1926-1940 : Staatliche Lenkungsmaßnahmen und unternehmerische Handlungsspielräume / von Till Lorenzen


Die Bayerischen Motoren Werke waren in den 1920/30er Jahren einer der wichtigsten Flugmotorenproduzenten in Deutschland. Das Interesse der für die Rüstung zuständigen Ministerien am Unternehmen war entsprechend groß. Schon die Bedingungen des weitgehend politisierten Luftfahrtmarktes der Weimarer Republik schränkten die Spielräume des BMW-Managements für eine eigenständige Unternehmenspolitik erheblich ein. Das NS-Reichsluftfahrtministerium beschnitt die Entscheidungsmöglichkeiten des Unternehmens weiter. Till Lorenzen zeigt jedoch, dass die BMW-Geschäftsführung in den einzelnen Unternehmensbereichen unterschiedliche Handlungsspielräume hatte. So wurden ab 1933 besonders die operationalen Bereiche wie die Entwicklung und die Produktion von Flugmotoren mehr und mehr Teil der militärischen Planerfüllung. Hingegen gelang es der Unternehmensleitung beispielsweise in der strategischen Konzernentwicklung weitgehend unabhängig zu bleiben.