Angaben aus der Verlagsmeldung

GHS - Das neue Chemikalienrecht : Vergleichende Gegenüberstellung mit Kommentar / von Norbert Müller


Das „Globale Harmonisierte System“ (GHS) der Vereinten Nationen ist die Grundlage für die weltweite Angleichung der zurzeit regionalen bzw. nationalen Systeme für die Einstufung und Kennzeichnung gefährlicher Stoffe sowie der Vorschriften für die Einstufung und Kennzeichnung gefährlicher Stoffe mit denen für gefährliche Güter.

Dieser Doppeleffekt wird weltweit zu einer erheblichen Entlastung der betroffenen Unternehmen,
allerdings auch zu umstellungsbedingtem Aufwand führen.

GHS ist eine Empfehlung, die von den Staaten verbindlich eingeführt werden muss. Einige Länder, vor allem solche, die bislang noch gar keine Einstufungs- und Kennzeichnungsvorschriften kannten, werden GHS eins zu eins einführen. Die EU beabsichtigt, GHS ihren Mitgliedstaaten (zuzüglich denen des EWR) ab 2008 in Form einer Verordnung vorzuschreiben. Da die Vorschriften für die Einstufung und Kennzeichnung gefährlicher Stoffe (und Zubereitungen) in der EU eine vierzigjährige Tradition haben, sind einige Abweichungen von GHS zu erwarten. Hier muss darauf geachtet werden, dass das Ziel der Globalisierung nicht durch eine europäische Variante des GHS ad absurdum geführt wird. GHS soll in der EU parallel zum neuen Chemikaliensystem REACH implementiert werden.

Das vorliegende Buch informiert über die Grundzüge des GHS, die beabsichtigte Umsetzung durch die EU sowie die voraussichtlichen Auswirkungen auf die betriebliche Einstufungs-, Kennzeichnungs- und Umgangspraxis.

Im Hinblick auf das beabsichtigte Einführungsjahr von GHS in der EU läuft der Countdown.
Zur Verifizierung des Umstellungsaufwands ist eine frühzeitige Befassung mit dem Thema empfehlenswert. Ziel dieses Buches ist es, zu beweisen, dass der Umstellungsaufwand geringer ist als häufig vermutet oder behauptet, und dass der Nutzen von GHS größer ist als der Umstellungsaufwand. Eine positive Einstellung zu GHS wird nicht enttäuscht.