Angaben aus der Verlagsmeldung

Thomas Florschütz. Durs Grünbein. Museumsinsel / von Durs Grünbein


„Mit großer Genugtuung betrachte ich die Photographien von Thomas Florschütz in diesem Buch“, schreibt Durs Grünbein. „Nicht alles soll bleiben, manches ist es wert, dass es zu Grunde geht. So auch der Bau, der hier im Moment seiner Ausschlachtung ein letztes Mal festgehalten wird“. Die Rede ist vom „Palast der Republik“ in Berlin, den Thomas Florschütz in diesem Künstlerbuch kurz vor dem Abriss dokumentierte.
„Sie zeigen die erhabene Ruhe des Unabänderlichen, Stationen einer Demontage, den Stoizismus rostiger Stahlträger, die Unerschütterlichkeit des Betons.“ Doch nicht der untergegangene Bau, sondern der Blick durch seine kupferbeschichteten Fenster auf die benachbarte Museumsinsel gab der Publikation den Titel. Grünbein, der hoffnungsvollste deutsche Lyriker seiner Generation, verfasste dazu zehn Berlin-Gedichte, die mit den Bildtafeln alternieren.