Angaben aus der Verlagsmeldung

Phonologische Bewusstheit im Rahmen der Sprachentwicklung / von Elke Goldbrunner


In der pädagogischen und therapeutischen (logopädischen) Arbeit wird der Früherkennung und Prävention von Schwierigkeiten beim Schriftspracherwerb sinnvollerweise eine immer größere Bedeutung zugeschrieben. In der einschlägigen Forschung galt und gilt es daher, wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Lesen- und Schreibenlernen zu identifizieren. Dabei wurde die Bedeutung der phonologischen Bewusstheit durch viele Forschungsarbeiten belegt. Phonologische Bewusstheit gilt als Teilbereich der Meta-Sprache, die in der Forschung kontrovers diskutiert wird. Je nach wissenschaftlicher Disziplin wird der Fokus auf andere Aspekte des Konstrukts gerichtet. So stellen sich primär die Fragen, welche Äußerungen von Kindern bereits als metasprachlich angenommen werden können und welche unauffälligen Entwicklungsverläufe zu beobachten sind. Wie das Konstrukt „Meta-Sprache“ wird auch das Konstrukt „phonologische Bewusstheit“ in der Literatur nicht einheitlich definiert. Es soll der Frage nachgegangen werden, wie phonologische Bewusstheit im Rahmen der Meta-Sprache einzuordnen ist und welcher beobachtbarer Indikatoren (operationaler Definitionen) es bedarf, um auf das Vorliegen des Konstrukts schließen zu können. Ein Ziel dieser Arbeit ist es, verschiedene Theorien zum Entwicklungsalter, in dem von phonologischer Bewusstheit bzw. deren Vorformen gesprochen werden kann, sowie der Entwicklungsprogression aufzuzeigen. Neben dem BISC (Bielefelder Screening zur Früherkennung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten) als hoch reliables Testverfahren sollen ein Abklärungsverfahren für den Deutschschweizer Sprachraum sowie exemplarisch zwei Interventionsverfahren zur vorschulischen phonologischen Bewusstheit vorgestellt werden.