Angaben aus der Verlagsmeldung

Fritz August Breuhaus : 1883-1960 - Kultivierte Sachlichkeit / von Elisabeth Schmidle


"Das Haus der kultivierten Sachlichkeit" nennt der Architekt Fritz August Breuhaus [de Groot] Ende der 1930er-Jahre seinen Entwurf für ein Wohnhaus in Stuttgart. Diese Umschreibung charakterisiert auch seine Designentwürfe treffend und grenzt sie gegen die klassische Moderne ab. Mit seiner von der Neuen Sachlichkeit abgeleiteten Stilvariante trägt er dazu bei, die Akzeptanz avantgardistischer Ideen zu erhöhen und erzielt wesentlich bessere Verkaufszahlen als seine weniger kompromissbereiten Kollegen. Vom Architekten der Düsseldorfer Gartenstadt und Entwerfer luxuriöser Landhäuser avanciert er zum Innenausstatter der modernsten und extravagantesten Verkehrsmittel seiner Zeit: Für den Überseedampfer Bremen und den Zeppelin Hindenburg entwickelt er eine harmonische Synthese aus luxuriöser Inszenierung und sachlichem Funktionalismus.
Als geschickter Werbestratege publiziert Breuhaus ab 1935 seine Bauten im Ernst Wasmuth Verlag. Der Blick der Autorin auf seine Arbeit auch als Designer rundet dieses Bild nun ab.
Die erste Gesamtschau auf das heterogene Werk des bedeutenden Architekten und Designers und eine systematische Interpretation und Analyse unter folgenden Aspekten: Mythen und Legenden um Fritz August Breuhaus; Interieurs zwischen Historismus und Art Déco; Breuhaus' Konzept der "kultivierten Sachlichkeit" und dessen Beitrag zur Moderne; Entwürfe für die Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk und die Deutschen Werkstätten; Moderne Zweckformen für luxuriöses Reisen. Mit einem Werkkatalog auf CD-Rom.