Angaben aus der Verlagsmeldung

Gewalt in aktuellen Kinder- und Jugendmedien : Von der Verherrlichung bis zur Ächtung eines gesellschaftlichen Phänomens


Gewaltdarstellungen in Medien dienen dem Amüsement, der Lust oder der Entspannung. Hier von Gewaltverherrlichung zu sprechen, scheint unangebracht, weisen diese Gewaltdarstellungen doch keinen Bezug zur gesellschaftlichen Realität auf. Insbesondere die Kinder- und Jugendliteratur, aber auch einzelne Filme widmen sich dem Thema ‚Gewalt’ dagegen in kritischer Auseinandersetzung mit Gewalthandlungen im Alltag, in der Schule, in der Freizeit, im Sport. Dabei geht es unmissverständlich um die Ächtung von Gewalt.
Der vorliegende Band befasst sich sowohl mit medialen Gewaltinszenierungen zu Zwecken des Amüsements im Comic, im Computerspiel und im Videoclip wie auch mit kritischen Gewaltdarstellungen vornehmlich im Medium des Kinder- und Jugendromans. Letztere wollen uns auf die reale Gewalt im Alltagsleben aufmerksam machen, uns beunruhigen und warnen. Während sich die Öffentlichkeit über die Gewalt im Computerspiel erregt, übersieht sie nur zu schnell, dass eine breite Literatur der Gewaltächtung auf dem Markt ist, die sich bevorzugt an Kinder und Jugendliche wendet und die darauf wartet, in den Schulen gelesen und diskutiert zu werden. Der Band bietet damit einen reichen Fundus für die pädagogische Auseinandersetzung mit der Gewaltthematik in Schule und Jugend(bildungs-)arbeit.

Mit Beiträgen von
Bernd Dolle-Weinkauff, Hans-Heino Ewers, Simone Greyl, Florian Gürtler, Claudia Heberer, Judith Hoffmann, Lucie Höhler, Jennifer Höhler, Katja Knieriem, Holger Müller, Sibylle Nagel, Timm Oliver Weber.